Der LAUFstall

Der Laufstall ist der natürlichen Lebensweise nachempfundenes Haltungssystem und die Weiterentwicklung der Offenstallhaltung.
Durch die räumliche Trennung von Fress-, Schlaf-, Spiel-, Wälz-, Scheuerstellen werden die Pferde dazu angehalten den ein oder anderen Bereich mehrmals am Tag aufzusuchen. Dabei legen sie ohne aktive Einwirkung des Menschen wie in der Natur weite Strecken zurück.

Die Pferde bewegen sich den ganzen Tag über in der Herde und an der Luft. Der Auslauf der Pferde ist durch speziellen Neuaufbau dauerhaft matschfrei. Auch der schlimmste Regen wird in kürzester Zeit in die daruntergelegenen Schichten abgeleitet.
Diese matschfreien 1.400qm sind durch weitere gut 1.600qm ergänzt.
Somit bewegen sich 10 Pferde auf gut 3.000qm, die mit verschiedenen Bodenbeschaffenheiten, zusätzlichen Barrieren wie Baumstämmen oder Stichzäunen und unterschiedlichen Höhenniveaus abwechslungsreich angelegt und gestaltet sind.

Es befinden sich auf dem nicht nur einfach rechteckig angelegten Sandauslauf auch große Bäume. Die Bäume sind mit Kunstrasen (Rasenteppich) ummantelt. Zum Einen zum Schutz vor Verbiß, aber auch, damit sich die Pferde, insbesondere die Ekzemer, beim Scheuern nicht verletzen.

Einen Ruheraum (90qm), der mit Holzpellets/Holzspänen eingestreut ist, befindet sich an einem Ende des Auslaufes. Er hat zwei Ein- bzw. Ausgänge, die zum Schutz vor eindringenden Insekten mit Fliegengitterlamellen abgehangen sind.

Vor dem Ruheraum haben wir einen Bereich angelegt, den wir „Wäldchen" nennen. Hier laufen die Pferde unter und zwischen dichten Bäumen hindurch. Der Boden ist teilweise mit Holzschreddergut ausgelegt und teilweise „Waldboden".

Auf dem Weg zwischen den einzelnen Stationen passieren die Pferde die Wassersenke. Nur ca. 10 cm tief, aber ausreichend, um die Pferdehufe mehrmals täglich zu durchfeuchten, um sie elastisch zu halten. (Ganz wie in der Natur, wo die Pferde ihr Hufbad an den Wasserstellen bekommen.) Gleichzeitig sorgt die Wassersenke für Abwechslung im Pferdealltag.
Betonierte und Schotterflächen, die für Abrieb der Hufe - und somit für neues Hufwachstum - sorgen, befinden sich ebenfalls in diesem Teil des Auslaufes. Die Hufe werden so auch perfekt auf Straßenausritte vorbereitet.

Die Pferde haben jederzeit die Möglichkeit Rauhfutter aufzunehmen. Es wird ständig in engmaschigen Heunetzen bodennah an verschiedenen befestigten Orten (z. Zt. 8 Stellen) angeboten.
Dadurch wird sichergestellt, dass die Pferde in kleinen Portionen fressen, sich damit ständig beschäftigen und viel herumlaufen, so wie es ihrer Natur entspricht.
Streitigkeiten um das Fressen gehören der Vergangenheit an, ein langsameres und stressfreies Fressen ist die positive Folge. Die lange und immer wiederkehrende Zeit der Futteraufnahme vermindert Langeweile.
Salz- und Minerallecksteine sind natürlich auch im Angebot für die Pferde enthalten.